Medienmitteilung, 26. März 2007

Ausbau des Bahnhofs Castione-Arbedo.

Die SBB will den Bahnhof Castione-Arbedo ausbauen. Er wird als neuer Endbahnhof der Linien S1 und S2 ab 2010 den bisherigen Wendepunkt Bellinzona entlasten. Nach der Modernisierung der Gleis- und Perronanlagen in Castione-Arbedo bedienen die TILO-Regionalzüge die bisher durch Busse erschlossene Station im Halbstundentakt nach Chiasso und Locarno. Im Weiteren hat die SBB beschlossen, für den Fahrleitungsdienst 22 Kran- und Hebebühnenfahrzeuge im Umfang von 34 Mio. Franken zu beschaffen.

Der Bahnhof Castione-Arbedo nördlich von Bellinzona wird zum Ausgangspunkt mit wichtiger Anschlussfunktion für Bahn und Bus im Tessin. Statt zwei verkehren ab Dezember 2009 insgesamt 72 Züge der S1 von Chiasso und der S2 von Locarno bis Castione-Arbedo und wenden dort mit Ausnahme einer stündlichen Verbindung ab Chiasso, die in Biasca endet.

Für diese Änderung ist die Modernisierung des Bahnhofs nötig. Die SBB erweitert die Anlagen mit dem Umbau von Gleis 1 auf Seite Bahnhofplatz für den durchgehenden Nord-Süd-Verkehr und baut das bestehende Gleis 2 in der Mitte für den Richtungswechsel der S-Bahnzüge um. Gleichzeitig modernisiert die SBB Perron-, Fahrleitungs- und Signalanlagen und baut eine Personenunterführung.

Die Erweiterung des Bahnhofs Castione-Arbedo entlastet den Betrieb im Bahnhof Bellinzona und bietet mehr Kapazität für die erwartete Zunahme des Transitverkehrs mit der Eröffnung des Gotthardbasistunnels. Die Bauarbeiten in Castione-Arbedo beginnen im Juli 2008 und dauern bis Oktober 2009. An den Gesamtkosten von rund 29.5 Mio. Franken beteiligen sich die SBB mit 55 Prozent und der Kanton Tessin mit 45 Prozent.


22 neue Kran- und Hebebühnenfahrzeuge bestellt

Für Bau, Unterhalt und Reparatur von Fahrleitungen kauft die SBB 22 selbstfahrende Kran- und Hebebühnenfahrzeuge. Die neuen Fahrzeuge erfüllen die hohen Anforderungen bezüglich Funktionalität und Sicherheit und werden von der Firma Windhoff in Rheine/Deutschland hergestellt. In die Anschaffung der Fahrzeuge investiert die SBB rund 34 Mio. Franken. Durch die Modernisierung der Flotte ist es möglich, mehrere Dutzend ältere Fahrzeuge verschiedener Herstellergenerationen auszumustern und so die Unterhaltskosten gesamthaft zu senken.